Zum Hauptinhalt springen

Ratgeber · Einblasdämmung · Wanddämmung

Einblasdämmung in Wänden und Ständerwänden: Beplankung, Gefachhöhen und fachgerechte Ausführung

Holzrahmenbau, Ständerwände und Holzriegelkonstruktionen lassen sich hervorragend mit Einblasdämmstoffen dämmen – wenn Beplankung, Gefachhöhe und Einblasöffnungen korrekt vorbereitet sind. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es bei der Wandvorbereitung ankommt.

1. Geeignete Beplankung für Ständerwände

Wände in Holzbauweise, Ständerwände und Holzrahmenbaukonstruktionen können sehr effizient mit einblasbaren Dämmstoffen gedämmt werden. Entscheidend ist, dass die Wandgefache vor dem Einblasen fachgerecht vorbereitet, ausreichend stabil beplankt und jeweils für sich geschlossen sind.

Je nach Konstruktion kommen unterschiedliche Beplankungsmaterialien zum Einsatz:

Holzfaserplatten

Sehr gut geeignet. Diffusionsoffen, stabil und kompatibel mit speziellen Holzfaserstopfen beim Verschließen der Einblasöffnungen.

OSB-Platten

Bewährt und druckstabil. Können bei fachgerechter Ausführung Teil der luftdichten Ebene der Konstruktion sein.

Folien mit Querlattung

Möglich, aber nur mit stabilisierender Querlattung. Die Lattung schützt die Folie vor Verformung durch den Einblasdruck.

Gips- & Zementplatten

Nur bedingt geeignet – zusätzliche Querlattung während des Einblasvorgangs zwingend erforderlich. Siehe Abschnitt 2.

Wichtig: Folien müssen durch eine Querlattung ausreichend stabilisiert werden, damit sie dem Einblasdruck standhalten und sich nicht unzulässig verformen. Die Lattung sorgt dafür, dass die Folie weder während des Einblasens noch durch den fertigen Dämmstoff dauerhaft belastet wird.

2. Gipsbauplatten und zementgebundene Platten – Besonderheiten

Gipsbauplatten und zementgebundene Bauplatten sind für die Einblasdämmung nur bedingt geeignet. Der Einblasdruck kann bei diesen Plattentypen Risse verursachen, wenn keine zusätzliche Sicherung vorhanden ist.

Um Rissbildungen zuverlässig zu vermeiden, müssen diese Platten während des gesamten Einblasvorgangs mit einer zusätzlichen Querlattung gesichert werden. Die Querlattung verteilt die Druckbelastung gleichmäßig über die Fläche und verhindert punktuelle Überlastungen.

Achtung: Gipsbauplatten ohne zusätzliche Querlattung können durch den Einblasdruck dauerhaft beschädigt werden. Eine nachträgliche Reparatur ist aufwendig und kostspielig. Die Querlattung muss vor Beginn des Einblasens angebracht sein.

3. Maximale Gefachhöhe bei Wänden

Bei der Einblasdämmung von Wänden gilt eine empfohlene maximale Gefachhöhe von 3,50 m. Diese Vorgabe ist besonders wichtig für natürliche Dämmstoffe:

  • Zellulose-Einblasdämmung
  • Holzfaser-Einblasdämmung
  • Stroh als Einblasdämmstoff
Ausnahme Mineralfaser: Bei Mineralfaserdämmstoffen können je nach Produkt, System und Herstellerangabe auch größere Gefachhöhen zulässig sein. Maßgeblich sind stets die Verarbeitungsrichtlinien des jeweiligen Herstellers.

4. Einblasöffnungen fachgerecht verschließen

Nach dem Einblasen müssen alle Einblasöffnungen dauerhaft und konstruktionsgerecht verschlossen werden. Das richtige Verschlusssystem hängt vom Wandaufbau und den baulichen Anforderungen ab.

Situation Verschlusssystem Begründung
Brandschutzanforderungen Korkstopfen Erhält die Brandschutzfunktion der Konstruktion; baustofflich geeignet und zugelassen.
Putzfassaden / Holzfaserplatten Holzfaserstopfen Ermöglicht flächenbündigen Verschluss in Holzfaserplatten; anschließend problemlos verputzbar.
Kritisch bei Putzfassaden: Die Einblasdämmung muss grundsätzlich vor dem Verputzen erfolgen. Wird nachträglich in bereits verputzte Wände eingeblasen, kann der Einblasdruck Putzablösungen oder dauerhafte Fassadenschäden verursachen.

5. Geschlossene Einblasfelder sicherstellen

Damit der Dämmstoff kontrolliert und gleichmäßig eingebracht werden kann, muss jedes Einblasfeld vollständig für sich geschlossen sein. Offene Verbindungen zu benachbarten Gefachen führen dazu, dass der Dämmstoff unkontrolliert ausweicht – einzelne Bereiche bleiben dann ungefüllt und die Dämmwirkung ist dauerhaft beeinträchtigt.

Folgende Anforderungen müssen vor dem Einblasen erfüllt sein:

  • Fugen größer als 2 cm zur Außenseite müssen geschlossen sein
  • Fugen größer als 2 cm zu Nachbargefachen müssen geschlossen sein
  • Einblasfelder müssen voneinander getrennt und einzeln befüllbar sein
  • Die Beplankung muss dem Einblasdruck sicher standhalten
  • Einblasöffnungen müssen nach dem Befüllen dauerhaft und systemgerecht verschlossen werden
Warum das wichtig ist: Nur ein klar abgegrenztes Gefach gewährleistet, dass der Dämmstoff mit der richtigen Einblasrohdichte eingebracht wird. Nur dann bleibt er dauerhaft formstabil im Bauteil und setzt sich nicht nachträglich.

6. Keine Aufdopplungen durch Kreuzlattungen

Bei der Planung von Ständerwänden für die Einblasdämmung muss darauf geachtet werden, dass keine ungünstigen Aufdopplungen durch Kreuzlattungen entstehen. Solche Aufdopplungen können im Gefachbereich zu ernsthaften Problemen führen:

  • Hohlräume oder Engstellen im Gefach verhindern gleichmäßige Befüllung
  • Unkontrollierte Verbindungen zwischen benachbarten Gefachen entstehen
  • Ungleichmäßige Einblasrohdichte in bestimmten Bereichen
  • Nachträgliches Setzen des Dämmstoffs durch unvollständige Füllung

Ein sauber abgegrenztes, einheitliches Gefach ohne störende Einbauten ist die Grundvoraussetzung für eine gleichmäßige und dauerhaft setzungssichere Einblasdämmung.

7. Häufige Fragen zur Einblasdämmung in Wänden

Welche Beplankung eignet sich am besten für Ständerwände?

Holzfaserplatten und OSB-Platten sind die zuverlässigsten Optionen. Holzfaserplatten sind zusätzlich diffusionsoffen und ermöglichen den Einsatz passender Holzfaserstopfen beim Verschließen der Einblasöffnungen. OSB-Platten bieten hohe Druckstabilität und können Teil der luftdichten Ebene sein. Folien sind ebenfalls möglich, benötigen jedoch zwingend eine stabilisierende Querlattung.

Darf ich Gipsbauplatten als Beplankung für die Einblasdämmung verwenden?

Ja, aber nur mit Einschränkungen. Gipsbauplatten müssen während des Einblasvorgangs durch eine zusätzliche Querlattung gesichert werden, da der Einblasdruck sonst Risse verursachen kann. Ohne diese Sicherungsmaßnahme sind Gipsbauplatten für die Einblasdämmung nicht geeignet.

Was passiert, wenn die Gefachhöhe 3,50 m überschreitet?

Bei natürlichen Dämmstoffen wie Zellulose, Holzfaser oder Stroh kann eine zu hohe Gefachhöhe dazu führen, dass der Dämmstoff nicht gleichmäßig verteilt wird oder sich nachträglich setzt. Für solche Sonderfälle empfehlen sich entweder Mineralfaserdämmstoffe – die je nach Hersteller auch größere Gefachhöhen erlauben – oder eine konstruktive Unterteilung des Gefachs.

Kann man auch in bereits verputzte Wände einblasen?

Nein, das ist nicht empfehlenswert. Der Einblasdruck kann bestehenden Putz ablösen oder beschädigen. Die Einblasdämmung muss grundsätzlich vor dem Verputzen der Fassade erfolgen. Bei Putzfassaden sind nach dem Einblasen spezielle Holzfaserstopfen zu verwenden, die anschließend problemlos überputzt werden können.

Wie erkenne ich, ob ein Gefach vollständig gefüllt ist?

Ein vollständig gefülltes Gefach ist durch Klopfprobe und Druckkontrolle beim Einblasvorgang erkennbar. Fachbetriebe nutzen zudem Einblasrohdichten-Kontrollen: Wenn die eingefüllte Materialmenge der berechneten Sollmenge für das Gefachvolumen entspricht, ist von einer vollständigen Befüllung auszugehen. Hohlstellen entstehen fast immer durch offene Verbindungen zu Nachbargefachen oder unverschlossene Fugen.

Fazit: Checkliste für die fachgerechte Wandvorbereitung

Die Einblasdämmung von Wänden und Ständerwänden bietet hervorragende Dämmwerte bei minimalem baulichem Eingriff – setzt aber eine sorgfältige Vorbereitung voraus. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Beplankung aus Holzfaserplatten, OSB oder stabilisierter Folie mit Querlattung wählen
  • Gipsbauplatten nur mit zusätzlicher Querlattung gegen Rissbildung sichern
  • Maximale Gefachhöhe 3,50 m einhalten (Zellulose, Holzfaser, Stroh)
  • Putzfassaden: Dämmung immer vor dem Verputzen einblasen
  • Alle Gefache einzeln schließen – Fugen > 2 cm abdichten
  • Einblasöffnungen systemgerecht verschließen (Kork- oder Holzfaserstopfen)
  • Keine Kreuzlattungs-Aufdopplungen im Gefachbereich – einheitliches Gefach sicherstellen
Passende Dämmstoffe im Shop: Zellulose, Holzfaser, Mineralfaser und weitere Einblasdämmstoffe für Wände und Ständerkonstruktionen finden Sie direkt im Dämmstoffhandel.

Professionelle Einblasdämmung vom Fachbetrieb

Sie planen eine Einblasdämmung für Ihre Wände oder Ständerkonstruktion? Wir beraten Sie kostenlos und erstellen ein individuelles Angebot für Ihr Gebäude.

Jetzt Angebot anfragen
Dämmung von Bauprojekt in Heidelberg / Dreihaus
Einblasdämmung vom Dach
Ecoblow zur Einblasdämmung
Kostengünstige und prpfessionelle Einblasdämmung
Vorort Service
Dämmung: Man Power
Auszug Referenzen

Objekt: 85774 Unterföhring

  • 10 gruppige Kindertagesstätte
  • 1900 m² Dach und Wanddämmung mit 700 Kubikmeter

Objekt: 90409 Nürnberg

  • Gemeindezentrum Herz Jesu
  • 500 m² Dachdämmung 240 mm

Objekt: 91344 Waischenfeld

  • Rettungswache+Feuerwehr
  • 200 m² Dachdämmung 600 mm

Objekt: 63579 Freigericht Somborn

  • Kopernikus Gesamtschule
  • 2600 m² Dach und Wanddämmung

Objekt: 89547 Gerstetten

  • Seniorenheim
  • 1500 m² Dachdämmung mit 180 mm

Objekt: 64720 Michelstadt

  • Berufsschulzentrum Odenwald
  • 1200 m² Dachdämmung 120 mm

Objekt: 34260 Kaufungen

  • Sporthalle
  • 1600 m² Wanddämmung 240 mm

Objekt: 74889 Sinsheim

  • Lebenshilfe Kindergarten
  • 1000 m² Dach und Wanddämmung

Objekt: 60435 Frankfurt/Main

  • Mehrfamilienwohnhaus
  • 1900 m² Deckendämmung 240 mm

Objekt: 66633 Völklingen/Saar

  • Kindertagesstätte Passivbauweise
  • 900 m² Dachdämmung 400 mm, 500 m² Wanddämmung 300 mm

Objekt: 66482 Zweibrücken

  • Kindertagesstätte
  • 700 m² Dachdämmung 450 mm, 500 m² Wanddämmung 220 mm

Objekt: 97215 Uffenheim

  • Kindertagesstätte
  • 700m² Deckendämmung 400 mm

Objekt: 35390 Gießen

  • ev. Gemeindezentrum
  • 200 Kubikmeter Dach und Wanddämmung

Objekt: 95176 Konradsreuth

  • Altenpflegeheim
  • 600 Kubikmeter Dach und Wanddämmung

Objekt: 64646 Heppenheim

  • Kindertagesstätte INKI
  • 150 Kubikmeter Dach und Wanddämmung

Objekt: 53127 Bonn

  • Uniklinik
  • 700 m² Dachdämmung 240 mm

Darüberhinaus haben wir über 5000 Objekte in Deutschland, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und Österreich erfolgreich ausgeführt!

Adresse


Neue Gärten 14
74821 Mosbach

Fon: 06261-17613